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Akkulaufzeit verlängern: Was wirklich hilft und was Mythos ist

Das kennt wohl jeder: Es ist erst Mittag, und der Akku zeigt schon wieder rot. Oder man sitzt im Laden hier bei uns in Karlsruhe und ein Kunde fragt uns, was er denn bloß gegen die miserable Laufzeit seines Handys machen kann. Manche schwören auf Tricks, die ich selbst als Blödsinn halte. Andere ignorieren einfache Dinge, die wirklich was bringen.

Lass mich ehrlich mit dir sein: Akkus altern. Das ist einfach so. Nach zwei, drei Jahren ist die beste Batterie nicht mehr das, was sie mal war. Aber bis dahin? Da lässt sich einiges rausholen.

Die Mythen, auf die du vergessen kannst

Angefangen mit dem Klassiker: Vollständiges Entladen vor dem Aufladen. Das war vielleicht bei alten Nickel-Cadmium-Batterien sinnvoll, aber bei modernen Lithium-Ionen-Akkus? Vergiss es. Im Gegenteil — häufiges Tiefentladen schadet eher. Dein Handy mag es lieber, wenn du es regelmäßig auflädst, auch wenn der Akku noch bei 40 Prozent ist.

Dann der nächste Mythos: "Nachts solltest du das Handy ausschalten." Klar, wenn du es nicht brauchst. Aber ob es an oder aus ist — den Akku selbst belastet das nicht groß. Das Ausschalten hilft höchstens, wenn du das Handy tagelang nicht benutzt.

Und noch einer, den ich ständig höre: "Immer bis 100 Prozent laden für maximale Leistung." Stimmt nicht. Tatsächlich ist es besser, das Handy bei 80 bis 90 Prozent vom Strom zu nehmen. Die letzten 20 Prozent setzen deinem Akku am meisten zu.

Was wirklich hilft

Jetzt zu den Dingen, die tatsächlich funktionieren.

Erstens: Der Bildschirm. Das ist der größte Stromfresser. Wenn du die Helligkeit runterfahrst oder adaptive Helligkeit einschaltest, sparst du massiv. Ein Kunde letzte Woche war überrascht, wie viel länger sein iPhone durchhielt, nachdem er die Automatik aktiviert hat.

Zweitens: Apps und Hintergrund-Prozesse. Manche Apps sind echte Energievampire. Schau mal in deinen Batterie-Einstellungen nach, welche Programme am meisten Saft ziehen. Nutzt du eine App nicht mehr? Deinstallieren. Nutzt du sie, aber sie lädt ständig im Hintergrund Daten? Dann deaktivier die Hintergrund-Aktivität. Das bringt oft 10 bis 15 Prozent mehr Laufzeit.

Drittens: GPS und Ortungsdienste. Wenn du nicht gerade navigierst, kannst du das ausschalten. Location-Services im Hintergrund sind auch so ein Stromfresser.

Und dann natürlich: Bluetooth, WLAN, Mobilfunkdaten. Wenn du sie nicht brauchst, aus. Klingt banal, aber viele vergessen das einfach.

Ein letzter Punkt, den ich wichtig finde: Lass dein Handy nicht überhitzen. Im Sommer im Auto auf dem Armaturenbrett? Schlechte Idee. Der Akku mag es kühl. Und ja, auch die Ladegeschwindigkeit spielt eine Rolle — schnelles Laden erzeugt Wärme. Wenn du Zeit hast, lade langsamer.

Was du selbst tun kannst — und wann wir dir helfen

Eigentlich sind das schon die meisten Tricks, die du brauchst. Ausprobieren, schauen, was dir passt.

Aber klar: Irgendwann ist jeder Akku durch. Nach 500 bis 1000 Ladezyklen verliert er merklich an Kapazität. Wenn dein Handy nach zwei Jahren nur noch acht Stunden durchhält statt zwölf, dann ist nicht dein Verhalten das Problem — dann ist der Akku einfach älter geworden. In unserem Shop hier auf der Kaiserstraße können wir das schnell überprüfen und wenn nötig, den Akku wechseln. Das ist oft günstiger, als ein neues Handy zu kaufen.

Wir sind Montag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr für dich da, Samstags bis 18 Uhr. Komm vorbei, wenn du unsicher bist, oder ruf uns einfach unter 0721 16176641 an. Wir schauen uns dein Handy an und sagen dir ehrlich, ob es noch Sinn macht, den Akku zu reparieren — oder ob ein neues Gerät die bessere Lösung wäre.

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