Draußen auf der Kaiserstraße schiebt sich gerade die nächste Bahn vorbei, die Leute hetzen zwischen Marktplatz und Postgalerie hin und her, und ich nutze die kurze Ruhe hier im Laden, um mal ein Thema anzupacken, das uns hier eigentlich jeden Tag begegnet. Jetish und ich hören die Frage mindestens fünfmal am Tag: „Welches Handy macht denn jetzt wirklich die besten Bilder?“
Meistens folgt darauf ein kurzes Zögern, weil die Leute hoffen, ich ziehe jetzt das eine magische Gerät aus der Schublade, das alles kann. Aber so einfach ist es nicht. Wer mich kennt, weiß, dass ich kein Fan von Datenblättern bin, die nur mit Megapixeln um sich werfen. Was bringt mir eine 200-Megapixel-Kamera, wenn die Software dahinter die Farben so sehr aufdreht, dass das Karlsruher Schloss auf dem Foto aussieht wie aus einem schlechten Comic-Heft? Eben.
Megapixel sind nur die halbe Wahrheit
Früher war alles simpler. Da hieß es: Mehr ist besser. Heute ist das Smartphone-Fotografieren eher eine Sache von künstlicher Intelligenz. Wenn du am KIT studierst und schnell mal ein Skript abfotografierst, ist dir die Tiefenunschärfe egal. Aber wenn du sonntags einen Ausflug nach Ettlingen machst oder in Bruchsal durch die Barockgärten spazierst, willst du, dass die Stimmung passt.
Das iPhone ist für viele immer noch das Maß aller Dinge, wenn es um Natürlichkeit geht. Ein Kunde letzte Woche wollte unbedingt ein Handy, das „einfach funktioniert“. Er macht viele Videos, oft auch im Gehen. Da schlägt das iPhone fast alles. Die Stabilisierung ist so gut, dass man meint, man hätte eine Profi-Ausrüstung dabei. Aber – und das sage ich ganz offen – bei der Zoom-Funktion schwächelt es im Vergleich zur Konkurrenz manchmal. Wer vom Turmberg aus die Aussicht über Karlsruhe einfangen will und dabei Details in der Ferne sucht, wird mit einem Samsung Galaxy Ultra glücklicher. Deren Zoom ist fast schon unheimlich. Manchmal frage ich mich, ob man damit nicht schon zu viel sieht. Aber für die Fernsicht ist es ungeschlagen.
Und dann ist da noch Google mit dem Pixel. Das ist so ein bisschen der Geheimtipp für alle, die keine Lust auf Nachbearbeitung haben. Die Software macht da so viel im Hintergrund, dass fast jeder Schnappschuss sitzt. Ein Stammkunde von uns, der viel in der Pfalz und rund um Rastatt wandert, schwört darauf. Er sagt, er muss nichts mehr einstellen. Draufhalten, abdrücken, fertig.
Wenn das Licht in der Fächerstadt schwindet
Die echte Spreu trennt sich vom Weizen, wenn es dunkel wird. Geh mal abends über den Marktplatz, wenn nur die Laternen brennen. Billige Handys produzieren dann nur noch Matsch. Ein Rauschen im Bild, als hätte man durch eine dreckige Scheibe fotografiert. Die Oberklasse-Modelle von Telekom, Vodafone oder o2, die wir hier im Laden haben, regeln das mittlerweile über lange Belichtungszeiten, die man gar nicht mehr aktiv halten muss. Das Handy rechnet die Wackler einfach raus.
Klar, die Sensoren werden größer, aber das Gehäuse soll ja flach bleiben. Das ist ein physikalisches Dilemma. Deswegen stehen die Linsen hinten auch immer weiter raus. Das ist hässlich, ja. Ich finde es auch nicht schön, wenn das Handy auf dem Tisch wackelt, aber irgendwoher muss das Licht ja kommen. Ohne Glas keine guten Fotos. Das ist wie beim Auto: Hubraum lässt sich nur durch mehr Hubraum ersetzen – oder in unserem Fall eben durch mehr Sensorfläche.
Was man oft vergisst: Die beste Kamera bringt nichts, wenn der Speicher voll ist oder die alten Bilder nicht aufs neue Gerät kommen. Wir hatten neulich eine Dame aus Bretten hier, die hatte Angst, ihre 5.000 Enkel-Fotos zu verlieren. Das ist bei uns im Service zum Glück Standard. Wir ziehen die Daten rüber, egal ob von Android zu Apple oder umgekehrt. Das dauert manchmal ein bisschen, aber danach ist alles da, wo es hingehört.
Die Qual der Wahl – und wie wir dabei helfen
Am Ende kommt es darauf an, was du mit den Bildern machst. Willst du sie groß ausdrucken und im Wohnzimmer aufhängen? Oder landen sie eh nur in der Familiengruppe bei WhatsApp, wo die Qualität sowieso komprimiert wird? Für Letzteres reicht oft auch ein Mittelklasse-Gerät völlig aus. Man muss nicht immer 1.200 Euro ausgeben, nur um ein Foto vom Mittagessen in der Kaiserstraße zu machen.
Hier sind ein paar Punkte, auf die ich beim Testen im Laden immer achte:
- Wie schnell löst die Kamera aus? (Nichts ist schlimmer als Kinder oder Hunde, die schon weg sind, bevor das Bild im Kasten ist)
- Wie fühlt sich die Kamera-App an? (Zu viele Menüs nerven)
- Sieht der Himmel unnatürlich blau aus? (Ein Zeichen für zu aggressive Software)
- Wie nah komme ich an Objekte ran? (Makro-Modus)
- Habe ich genug Speicherplatz oder eine Cloud-Lösung?
Wenn ihr euch unsicher seid, kommt am besten einfach mal bei uns im Mobilfunkshop Karlsruhe in der Kaiserstr. 136-138 vorbei. Wir haben die meisten Geräte da und ihr könnt sie einfach mal in die Hand nehmen. Es bringt nichts, nur Testberichte zu lesen – man muss spüren, wie das Handy in der Hand liegt, wenn man ein Foto macht.
Wir sind von Montag bis Freitag zwischen 10:00 und 19:00 Uhr für euch da, und am Samstag von 10:00 bis 18:00 Uhr. Sonntags haben wir zu, da sind wir meistens selbst irgendwo in der Region unterwegs – vielleicht beim Fotografieren in Stutensee oder Rheinstetten. Falls ihr vorab eine Frage habt oder wissen wollt, ob ein bestimmtes Modell gerade vorrätig ist, ruft uns einfach kurz unter 0721 16176641 an. Oder schreibt eine Mail an shop-karlsruhe@safetonet-family-store.de, wenn ihr aus Waldbronn oder Durmersheim seid und nicht direkt vorbeikommen könnt.
Egal ob Reparatur am alten Schätzchen, ein neuer Vertrag bei der Telekom, Vodafone oder o2 oder einfach nur ein neues Panzerglas für die Linse – wir schauen uns das gemeinsam an. Jetish und ich freuen uns auf euren Besuch. Und bringt ruhig euer altes Handy mit, vielleicht können wir beim Kauf eines neuen noch was über die Inzahlungnahme machen. Bis bald in der Innenstadt!